Fragen und Antworten

Als Ursachen für Myome werden heute eine genetische Veranlagung sowie eine hormonell bedingte Stimulierung vermutet.
Myome entstehen in der Gebärmutter (Uterus).
Typischerweise bekommen Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren Myome. Diese Tatsache unterstützt die Vermutung, dass Myome hormonell bedingt entstehen.
Ihr Frauenarzt/-ärztin kann mittels einer Ultraschalluntersuchung klären, ob Sie Myome haben (Anzahl, Lage und Größe), und kann feststellen, ob diese die Ursache für Ihre Beschwerden sind. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt/-ärztin, wenn Sie an mindestens einem dieser folgenden Symptome leiden:
  • Starke und lange Monatsblutungen
  • Schmerzen im Rücken oder in den Beinen oder Druck im Becken
  • Ungewollte Kinderlosigkeit oder Fehlgeburt
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Häufiger Druck auf die Blase
Grundsätzlich kann man nicht von vorn herein sagen, welche Myome mit MRgFUS therapierbar sind und welche nicht. Diese Entscheidung kann immer nur im Einzelfall im Patientengespräch nach der Voruntersuchung geklärt werden, wenn die radiologischen Bilder mit Magnetresonanztomographie (MRT) vorliegen, anhand deren die MRgFUS-Therapie geplant werden kann. Richtig ist, dass bestimmte Arten von Myomen schwieriger mit MRgFUS behandelbar sind bzw. eine Therapie durch den Myom-Radiologen abgelehnt werden kann, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolges zu gering erscheint. Aber auch schwierigere Myome, wie z. B. stark durchblutete Myome, subseröse Myome oder Myome mit einem Durchmesser größer als 10 cm sind in Einzelfällen im FUS-Center schon erfolgreich behandelt worden.
  • Ihre persönliche Gesundheitshistorie und die familiäre Historie (z. B. Allergien)
  • Liegen aktuelle Krankheiten vor?
  • Nehmen Sie Medikamente?
  • Liegt eine Schwangerschaft vor?
  • Können Sie eine Kernspintomographie-/MRT-Behandlung haben (nicht geeignet z. B. für Träger eines Herzschrittmachers oder Patientin mit Kontrastmittelallergie)
Manche Frauen haben von einem Erwärmungs- oder Hitzegefühl auf der Haut oder im Becken berichtet. Andere empfanden einen kurzen "Stich" oder ein "Brennen" über wenige Sekunden, wenn die Energie ausgesandt wurde.
Sie liegen auf einem speziellen Behandlungstisch im MRT und können während der gesamten Behandlung mit Ihrem ärztlichen Behandlungsteam kommunizieren. Während der Behandlung wird der Arzt Sie auf mögliche Empfindungen hinweisen, die normalerweise auftreten können. Er wird Sie anweisen, einen Knopf zu drücken den Sie in der Hand halten, wenn Ihre Empfindungen über diese hinausgehen, um die Behandlung zu unterbrechen.
Die Behandlung dauert üblicherweise 3-4 Stunden. Danach müssen Sie 1-2 Stunden ruhen.
Die Länge des gesamten Procederes hängt von der Terminierung der Untersuchungstermine ab. Sie benötigen einen Termin für die Voruntersuchung, einen Termin für die eigentliche Behandlung und einen weiteren Termin für die Nachuntersuchung nach ca. 6-12 Monaten.
Die MRgFUS-Behandlung wird ambulant durchgeführt. Die Behandlung dauert üblicherweise 3-4 Stunden. Anschließend müssen Sie 1-2 Stunden ruhen. Danach können Sie nach Hause gehen. Bei einer weiten Heimreise bieten wir auch eine kostenfreie Übernachtungsmöglichkeit in unserer Klinik an. Üblicherweise können Sie nach 1-2 Tagen zu Ihrem normalen Tagesablauf zurückkehren.
Die Patientin ist möglicherweise gar nicht oder evtl. 1-2 Tage krank geschrieben, denn üblicherweise können die Patientinnen nach 1-2 Tagen nach der Behandlung wieder zu ihrem normalen Tagesablauf zurückkehren.
Die behandelten Myome kommen nach einer erfolgreichen MRgFUS-Behandlung nicht zurück. Jedoch können neue, bisher unbehandelte Myome auftreten.
Ein großer Vorteil dieses Therapieverfahrens ist, dass die Fruchtbarkeit der Patientin vollständig bestehen bleibt, bzw. durch die Behandlung der Myome positiv beeinflusst wird.
Im Allgemeinen ist MRgFUS eine sichere und besonders schonende Methode zur Behandlung von Myomen. In wenigen Fällen ist es bisher zu Komplikationen gekommen; die Rate schwerwiegender Komplikationen ist extrem gering. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Wahrscheinlichkeit, dass folgende Komplikationen bei Ihnen auftreten können:
  • Unterleibsschmerzen/-krämpfe, Rücken- oder Beinschmerzen
  • Übelkeit und/oder Fieber
  • oberflächliche, punktuelle Hautrötungen/-verbrennungen
  • Harnwegsinfektion
  • Scheidenausfluss, Schmierblutung und/oder Zwischenblutung bis 3 Monate nach der Behandlung möglich
  • Allergische Reaktion auf das Kontrastmittel oder Beruhigungsmittel
  • Kreislaufprobleme während oder nach der Behandlung
  • Hitzegefühl während der Therapie
  • Nervenirritation
  • sehr selten: Darmverletzung

Zusätzliche Risiken:

  • Es besteht das geringe Risiko, dass die Behandlung nicht erfolgreich verläuft und Sie evtl. eine alternative Therapie benötigen, um Ihre Beschwerden zu lindern.
  • Die Behandlung kann Ihre Beschwerden erfolgreich vermindert haben, aber es besteht die Möglichkeit, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere, neue Myome auftreten, die eine weitere Behandlung erforderlich machen. Dieses Risiko trifft auf alle Myom-Behandlungsalternativen zu, bis auf die Hysterektomie (Gebärmutterentfernung).
Bisher wurden weltweit über 10.000 Behandlungen mit MRgFUS durchgeführt, davon im FUS-Center am Klinikum Dachau alleine schon über 1.000 Behandlung (Stand 02/2014).
Die Kostenübernahme für eine Behandlung mit MRgFUS ist derzeit noch nicht bei jeder gesetzlichen Krankenkasse im Leistungskatalog enthalten. Eine volle Kostenübernahme erfolgt derzeit nur von der Techniker Krankenkasse, der AOK Bayern sowie der Barmer GEK. Durch unsere jahrelange Erfahrung und den ständigen Kontakt mit verschiedenen Krankenkassen haben wir bereits feste Ansprechpersonen bei den Kassen und erhalten dementsprechend bei den meisten gesetzlichen Krankenkassen eine Kostenübernahme als Einzelfallentscheidung. Wir stellen also für Sie den Antrag auf Kostenübernahme.

Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine MRgFUS-Behandlung teilweise oder in einigen Fällen ganz. Wir stellen vor der Behandlung einen Antrag auf Kostenübernahme mit einer exakten Aufstellung der Kosten. Die DEBEKA übernimmt als erste private Krankenkasse die vollständigen Kosten.
Die Therapie kostet 4.100 bis 4.200 Euro, falls Ihre Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen würde. Allerdings besteht natürlich auch die Möglichkeit eines Krankenkassenwechsels. Die Techniker Krankenkasse, die AOK Bayern und die Barmer GEK übernehmen die Kosten komplett ab dem ersten Versicherungstag.
Die MRT-Aufnahmen der Voruntersuchung können prinzipiell von jedem Radiologen gemacht und dann als DICOM Bilder auf CD per Post an das FUS-Center geschickt werden. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass die speziellen Anforderungen der Aufnahmen eingehalten werden.

Protokoll für die MRT-Untersuchung des Beckens zur Vorlage bei Ihrem Radiologen.
Da die Ursache für Myome immer noch unbekannt ist, gibt es keine klaren Empfehlungen, wie diese verhindert werden können. Da aber die Vermutung besteht, dass Myome hormonell bedingt wachsen, empfehlen wir östrogenhaltige Produkte zu meiden, wie z. B. Sojaprodukte oder hoch dosiertes Johanniskraut.
Myome sind gutartige Geschwüre in der Gebärmutter. Sie sollten jedoch regelmäßig kontrolliert werden, um bei Veränderungen ggf. eine Behandlung einleiten zu können.
Sollten Sie trotz Myom schwanger werden, tragen Sie die Schwangerschaft ohne Myombehandlung aus. Während einer Schwangerschaft werden Myome niemals entfernt. Sind die Beschwerden nach der Geburt des Kindes immer noch vorhanden, besprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt die weitere Behandlung.

Myome verhindern nicht notwendigerweise eine Schwangerschaft, können jedoch zu Unannehmlichkeiten während der Schwangerschaft führen. In bestimmten Lagen können Myome auch Fehlgeburten auslösen. Myome können auch die Geburt erschweren, wenn sie aufgrund ihrer Lage den Geburtskanal blockieren. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt evtl. einen Kaiserschnitt empfehlen. Myome verstärken das Risiko starker Blutungen nach der Geburt und können die Zeit verlängern, bis Ihr Bauch wieder seine normale Größe erreicht.